Schonunger Ringer verlieren gegen den Tabellenletzten

AC Penzberg – RSV Schonungen 15:14

Nein, so hatten sich die Schonunger Ringer die letzte Auswärtsreise nach ihrer Oberliga-Rückkehr wahrlich nicht vorgestellt. Gegen den schon als Absteiger feststehenden Tabellenletzten aus Penzberg setzte es in Oberbayern eine knappe wie bittere 14:15 (5:12)-Niederlage, die jeder Schonunger Fan am liebsten gleich wieder aus seinem Gedächtnis verbannen würde.

RSV-Chef-Coach Thomas Rösner, der neben dem verhinderten Vladislav Kusik auch auf die Verletzten Marco Greifelt (Hüftprobleme), Florian Gütter (Knieverletzung) und den mit Rippenproblemen kämpfenden Gabriel Gamsat Klein verzichten musste, wird es da wohl genauso gehen. „Es ist alles auf der Zielgeraden schiefgegangen“, erklärte der erfahrene Trainer hörbar geknickt, „eigentlich hätten wir den Kampf gar nicht verlieren dürfen.“ Denn nach der fulminanten ersten Kampfhälfte, die der wie gewohnt starke Leichtgewichtler Andrei-Vasile Dudau mit einem ansehnlichen 4:0-Überlegenheitssieg gegen Philip Wrba beschloss, standen die Zeichen eigentlich auf „Auswärtssieg“. Aber eben nur eigentlich.

„Zur Pause waren wir wirklich noch guter Dinge“, so Rösner weiter, „dann hat Florian Doile ganz überraschend auf Schultern verloren. Das war echt bitter.“ Auch Adrian Michel, der in der Penzberg sein Oberliga-Saisondebüt feierte, kam gegen Clemens Seidler nicht zum gewünschten Erfolg. „Wie beim Kampf von Florian Doile waren da ein paar sehr kuriose Entscheidungen des Kampfrichters dabei“, ärgerte sich Rösner, „dadurch ist das Duell derart hoch zu Gunsten der Gastgeber ausgefallen, sodass Adrian keine Chance hatte, obwohl er gegen Clemens Seidler eigentlich immer für einen Erfolg gut ist.“ Dass dann auch noch Rudi Schwankes Gegner Daniel Horst mit dem Schlussgong noch den entscheidenden Punkt zum 3:2 machte, ließ die ohnehin großen Sorgenfalten im Gesicht des Schonunger Chef-Trainers nur noch anwachsen.

Im letzten Kampf des Abends hätte der grippegeschwächt angetretene Machs Gelaschanov dem Ganzen noch die entscheidende Wendung geben können. Sein 2:0-Sieg gegen Christian Fahning reichte aber nicht. „Er war am Boden zerstört. Wir mussten Machs wirklich wieder aufrichten. Ihm hat diesmal einfach die Frische gefehlt. Den Kampf haben aber andere Kämpfer verloren“, meinte sein Coach, für den es nun darum geht, „mit Vollgas gegen Freising anzutreten, damit uns ein versöhnlicher Saisonabschluss gelingt.“

Die Statistik zum Kampf: -57 kg griechisch-römisch (= GR): Penzberg unbesetzt – Marcel Holzheimer 0:4. -61 kg Freistil (= FR): Julian Sieghart – Simon Müller 0:4 (Sieghart hatte Übergewicht). -66 kg GR: Phillip Wrba – Andrei-Vasile Dudau 0:4 (technisch überlegener Punktsieg = TÜ). -66 kg FR: Christian Welk – Schonungen unbesetzt 4:0. -75 kg GR: Daniel Horst – Rudi Schwanke 1:0 (Punktsieg = PS). -75 kg FR: Christian Fahning – Machs Gelaschanov 0:2 (PS). -86 kg GR: Alexander Dürr – Tobias Doile 2:0 (PS). -86 kg FR: Clemens Seidler – Adrian Michel 3:0 (PS). -98 kg GR: Thomas Kramer – Florian Doile 4:0 (Schultersieg = SS). -130 kg FR: Peter Vierke – Florian Hümpfer 1:0 (PS).

 

Quelle: Mainpost