Schonungen gewinnt dank Gelaschanov

ASV Hof – RSV Schonungen 14:16 (10:8)

Thomas Rösner konnte es gar nicht fassen: „Das war wirklich unglaublich, was Machs gemacht hat. Gegen den starken Bulgaren Dimitar Tsvetkov hat er sich schwer am Knöchel verletzt, auf die Zähne gebissen und gesiegt. Damit hätten wir im Vorfeld wirklich nicht gerechnet“, erzählte der Schonunger Chefcoach nach dem 16:14 (8:10) gegen den ASV Hof. Eigentlich hatte sich der 53-Jährige schon mit einem 0:4 nach verletzungsbedingtem Aufgeben abgefunden. Doch sein Schützling erwiderte auf die Frage, ob er denn noch weitermachen wolle, nur lapidar: „Stell mir nicht solche Fragen!“

Zurück auf der Matte, stellte der 27-jährige Weltergewichtler seinen eisernen Willen unter Beweis: Obwohl er gar nicht mehr richtig laufen konnte, wies er seinen Kontrahenten mit einem 1:0-Punktsieg im vorletzten Duell des Abends in die Schranken. So wurde überhaupt erst ermöglicht, dass Rudolf Schwanke das Duell beim Stand von 14:12 noch zugunsten der Unterfranken entscheiden konnte, bei denen erneut Trainer Marco Greifelt (2:0 gegen Orlando Gutmann) zum Einsatz kam. „Wir wussten von Anfang an, dass wir in Hof nur gewinnen können, wenn wir beide 66-Kilo-Klassen besetzen“, erklärte Rösner hernach, „sonst hätten wir wieder keine Chance gehabt. So wurde es jedoch ein deutlicher Fingerzeig in die richtige Richtung.“

Schließlich waren die Schonunger spätestens nach der 13:16-Derbyniederlage gegen Burgebrach im Abstiegskampf angelangt. Doch das Team von Thomas Rösner und Marco Greifelt fing sich im richtigen Moment und ließ dem deutlichen 20:9-Erfolg gegen den SV Johannis Nürnberg II weitere zwei Punkte folgen. Doch auch weiterhin bleibt jeder Sieg im heuer sehr ausgeglichenen bayerischen Oberhaus ein hartes Stück Arbeit. Erst recht, wenn es für die Schonunger – wie am kommenden Wochenende zum Rückrundenauftakt in Freising – gegen unbequeme Konkurrenten geht. „Diese Mannschaft liegt uns nicht. Gegen Freising muss wirklich alles klappen, damit wir gewinnen können“, meinte Rösner abschließend.

Die Statistik zum Kampf – -57 kg Freistil (= FR): Matthias Hader – Alexandru-Vasile Mandica 4:0 (technisch überlegener Punktsieg = TÜ). -61 kg griechisch-römisch (= GR): Muhammed Ali Bayramoglu – Andrei-Vasile Dudau 0:4 (TÜ). -66 kg FR: Florian Pohl – Gabriel Gamsat Klein 0:4 (TÜ). -66 kg GR: Orlando Gutmann – Marco Greifelt 0:2 (Punktsieg = PS). -75 kg FR: Dimitar Tsvetkov – Machs Gelaschanov 0:1 (PS). -75 kg GR: Alexander Puchta – Rudolf Schwanke 0:4 (TÜ). -86 kg FR: Fabian Roderer – Adrian Michel 4:0 (TÜ). -86 kg GR: Maximilian Fleischer – Tobias Hofmann 0:1 (PS). -98 kg FR: Christoph Neidhardt – Markus Schäfer 4:0 (TÜ). -130 kg GR: Kai Schramm – Florian Hümpfer 2:0 (PS).

 

Quelle: Dominik Großpietsch/ schweinfurter Tagblatt