Jetzt wird´s eng für die Schonunger Ringer nach dem 17:18 gegen Burgebrach

Siege gegen Hof und in Au/Hallertau – mit diesen beiden Erfolgen im Rücken sollte es natürlich auch im großen Derby klappen. Nach dem Triumph im Hinkampf wolten die Schonunger Ringer auch am Samstag die Burgebracher Nachbarn wieder auf den Buckel legen – um weiter dem Traum vom Klassenerhalt in der Oberliga nahezukommen.

Vor 250 Zuschauern klappte das leider nicht. Warum? Auch weil sich die Hausherren „von der Aufstellung her verzockt“ haben, gibt Trainer Thomas Rösner zu. „Dumm gelaufen“ sei der Abend. Rösner kam erst eine Stunde vor Kampfbeginn von einer Verbandstagung aus München zurück, reagierte zu spät, als er merkte, bei Burgebrach fehlte überraschend Mihai-Radu Mihut, der noch im Hinkampf klar gegen Gamsat Klein gewann. Eine Umstellung klappte nicht mehr.

Die 61 Kilo Freistil-Klasse der Schonunger ging wegen einer Nichtbesetzung mit 0:4 an den Gegner, der nach drei Kämpfen mit 12:0 führte, ehe Altmeister Christian Gerhardt erstmals diese Saison auf die Matte ging, nach der ersten Aktion gegen Daniel Roth beinahe schon verloren hatte, ehe er den Burgebracher selbst auf die Schultern legte. Auch Andrei-Vasile Dudau gewann danach, beim Stand von 8:12 war alles wieder offen zur Pause.

Doch dann drehten zwar Danil Kvasnin und Gamsat Klein den Kampf vorerst, beim Stand von 14:12 für Schonungen musste aber Andreas Hümpfer nach zunächst famosen Kampf gegen Felix Pflauger doch die Höchstwertung gegen sich hinnehmen. „Bis zu einem Armgriff war er super. Wenn er nur 0:2 verliert, dann gewinnen wir das Ding…“, weiß Rösner. 14:18 hieß es aber, weil auch Rudi Schwanke verlor. Und Machs Gelaschanov schaffte gegen Pascal Marechal nur einen Dreier statt einem Vierer. Durch das Resultat geht auch der direkte Vergleich an die Oberfranken. Das ist bitter.

„Burgebrach hat gut gekämpft und verdient gewinnen“, gibt der Schonunger Trainer zu. Weil nicht alle Mann an Bord sind, neben den bekannten Ausfällen auch die Doile-Brüder fehlten, muste der RSV improvisieren und erkannte eben die Chance durch den fehlenden Siegringer der Gäste zu spät. „Von der Papierform her können wir keinen der letzten drei Kämpfe gewinnen“, befürchtet Rösner, „und dann ist es halt so, wie es ist…“ Momentan belegen die Unterfranken noch einen Nichtabstiegsplatz in der Oberliga. Doch Burgebrach haben sie nun endgültig im Nacken.

Ringen, Oberliga Bayern: RSV Schonungen – TSV Burgebrach: 17:18
Es punkteten für Schonungen: Andrei-Vasile Dudau, Gamsat Klein, Christian Gerhardt (je 4), Machs Gelaschaonov (3), Danil Kvasnin (2); ohne Punkte: Alexandru-Vasile Mandica, Andreas Hümpfer, Markus Schäfer, Rudi Schwanke.

Die restlichen drei Saisonkämpfe der Schonunger Ringer:
Johannis Nürnberg II – RSV Schonungen 25.11.2017
RSV Schonungen – ASC Bindlach 02.12.2017
SV Untergriesbach – RSV Schonungen 09.12.2017

Bitter mal wieder: Der Kampf zwischen Untergriesbach und Bindlach wird mit 0:40 zu Gunsten der Gäste gewertet, da der SV Untergriesbach mit einer Mannschaft angetreten war, von denen lediglich sieben vion zehn Ringern das erforderliche Körpergewicht aufwiesen. Mit einem Sieg wären die Hausherren Zweiter gewesen, nun sind es die Oberfranken, die augenblicklich in die ungeliebte erste Bundesliga aufsteigen müssten. man kann hoffen, dass nun die Bindlacher deshalb vielleicht lieber am 2. Dezember beim letzten Heimkampf der Schonunger vorsichtshalber nicht gewinnen. Oder dann eben die Untergriesbacher eine Woche später selbiges wiederholen.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling