Pflichtsieg für die Schonunger Ringer gegen Regensburg dank eines bärenstarken Machs Gelaschanov

SCHONUNGEN – Und rucksdizuck lag Iheb Hamdi Ben Ghozlem auf dem Buckel. Nach nur 12 Sekunden. Der Regensburger Ringer mit dem so gefährlich klingenden Namen ließ sich allerdings freiwillig vom Schonunger Tobias Hofmann auf die Schultern befördern. Im letzten, im zehnten, im entscheidenden Kampf des Samstagabends, was zum 17:12-Gesamtsieg der Hausherren führte, zu deren ersten Erfolg in der neuen Saison der Oberliga Nord.

Ben Ghozlem hatte Übergewicht, festgestellt vorher beim Wiegen. Weshalb für beide Mannschaften, nicht freilich für die rund 200 Zuschauer vorher schon klar war, dass nach Machs Gelaschanovs 3:0-Punksieg zuvor gegen den ebenfalls gefährlich ausschauenen US-Boy Timothy Broadenax die Hausherren gewonnen hatten. „Den kannte ich nicht, ich wusste nicht, wie stark er ist“, rätselte Trainer Thomas Rösner zuvor. Beim Stand von 12:10 für die Gäste musste Gelaschanov das vorletzte Duell des Abends gewinnen. Er tat es mit einem 14:3 höchst deutlich.

„Wir waren heute Favorit und haben die Schlüsselkämpfe gewonnen. Machs hat einen Spitzenkampf abgeliefert“, lobte Rösner, natürlich im Wissen, dass der Klassenerhalt der Schonunger auch nur dann möglich ist, wenn man gegen einen Aufsteiger gewinnt. Das klappte. Trotz der Anfangsprobleme. Wobei Alexandru-Vasile Mandica zum Auftakt auf den bärenstarken, erst 17 Jahre alten Magomed Kartojev traf und klar unterlegen war. Danach verloren auch Flo Doile und Dr, Markus Schäfer jeweils knapp, weshalb es nur durch Andrei Vasile Dudaus Flugshow gegen Markus Langmantel nebst frühzeitigem Ende nach 90 Sekunden lediglich 4:8 stand. Gamsat Gabriel Klein brachte die Schonunger zur Pause auf 7:8 heran.

Doch dann ging Felix Full genauso wie später Andreas Hümpfer „am Ende der Saft aus“, wie es der Coach formulierte. Beide führten in ihren Kämpfen, unterlagen dann doch noch mit 0:2-Wertungspunkten. Weil zwischenzeitlich mit Marco Greifelt der Co-Coach wieder auf die Matte ging und mit seiner Routine Anton Roth deutlich schlug, hieß es eben „nur“ 10:12 aus Sicht der Gastgeber nach acht von zehn Duellen. Der Rest wurde bereits geschildert.

„Leider war letzten Samstag in Oberölsbach nicht mehr drin, als wir zwar fünf Kämpfe gewonnen, in den verlorenen aber lauter Vierer abgegeben haben“, blickte Thomas Rösner nochmal auf den Start zurück. Ein Spitzenplatz wäre durchaus möglich gewesen. Nun geht´s erst nach Hof, das zum Start in Regensburg gewann, am Samstag aber klar verlor in Burgebrach, wo die Schonunger danach zum Derby nochmals auswärts ran müssen. In beiden Fällen hängen die Punkte überaus hoch. Ehe erst am 06. Oktober der nächste Heimkampf ansteht: Gegen Kelheim, einen weiteren Neuling, den der RSV dann wieder schlagen muss.

Ringen, Oberliga Nord: RSV Schonungen – AC Regensburg: 17:12 (7:8)
Für die Schonunger punkteten: Andrei Vasile Dudau, Tobias Hofmann (je 4), Marco Greifelt, Machs Gelaschanov, Gamsat-Gabriel Klein (je 3); ohne Punkte:
Felix Full, Florian Doile, Alexandru-Vasile Mandica, Markus Schäfer und Andreas Hümpfer.

Die nächsten Kämpfe:
22.09.: ASV Hof – RSV Schonungen
29.09.: TSV Burgebrach – RSV Schonungen
06.10.: RSV Schonungen – ATSV Kelheim
13.10.: AC Lichtenfels – RSV Schonungen
20.10.: RSV Schonungen – SV Johannis Nürnberg II
27.10.: RSV Schonungen – SC Oberölsbach
03.11.: AC Regensburg – RSV Schonungen
10.11.: RSV Schonungen – ASV Hof
17.11.: RSV Schonungen – TSV Burgebrach
24.11.: ATSV Kelheim – RSV Schonungen
01.12.: RSV Schonungen – AC Lichtenfels
08.12.: Johannis Nürnberg II – RSV Schonungen (17.30 Uhr)

Quelle: In und um SW/ Michael Horling