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Nach dem 22:11 gegen Hof belegen die Schonunger Ringer wieder einen Nichtabstiegsplatz: „Wir geben die Hoffnung nicht auf!“

SCHONUNGEN – Als dann auch noch Max Wendel im letzten Kampf Namenskollege Max Osterhoff auf die Schultern legte, da verwandelte sich die kleine, enge und mit 150 Zuschauern gerade mal halb gefüllte neue Ringerhalle des RSV Schonungen endgültig in ein Tollhaus. Nun gut, es ging an sich um nichts mehr, der Gesamtsieg der Hausherren gegen den ASV Hof stand schon fest. Doch Wendel schlitterte in eine klare Niederlage und drehte den Kampf mit einer einzigen Aktion.

„Er liegt aussichtslos zurück und gewinnt noch…“, lobte Trainer Thomas Rösner sein Talent, eines von vielen, das diesmal einen echten Beitrag leisten konnte für den vierten Saisonerfolg. Wie auch Julian Full zuvor, der im neunten Kampf des Abends gegen Alexander Puchte mit seinem 1:0-Punktsieg endgültig den Triumph eintütete. Oder wie auch Andreas Hümpfer, der gegen Hofs Anthony Sanders zuvor eine Viererwertung für den Gegner so gerade noch vermied. Das alles waren am Samstagabend Bausteine.

„Die Kämpfe liefen alle so wie erwartet“, war Rösner danach ein wenig nüchtern und erwies sich als guter Vorhersager, weil er auch ahnte, dass Wendels Gegner Osterhoff ein wenig überheblich und dann leichtsinnig wurde nach der klaren Führung. Full hätte der Coach sogar gerne höher siegen sehen, „doch für ihn ging´s alleine darum zu gewinnen, nicht um einen Schönheitspreis“.

Anfangs lief alles wie fast immer: In den vier untersten Gewichtsklassen räumten die Herren Mandica, Dudau, Gelaschanov und Klein für Schonungen die maximale Punktzahl ab. Doch auch Tobias Doile als zweitschwerster Mann siegte mit 1:0 gegen Kai Schramm. So ergab sich am Ende ein haushoher Triumph für die Unterfranken in der zweithöchsten Deutschen Ringerliga.

„Wir sind noch dabei, wir geben die Hoffnung nicht auf. Am Ende werden die Punkte gezählt“, sagt Thomas Rösner über die Chancen auf den Klassenerhalt. Am ASV Au und an Burgebrach zogen die RSV´ler in der Tabelle wieder vorbei, belegen aktuell einen Nichtabstiegsplatz, bestreiten nun aber die nächsten beiden Kämpfe ausgerechnet gegen diese beiden Rivalen. Und müssen eigentlich gewinnen, nachdem die dann folgenden drei Aufgaben von der Papierform her unlösbar erscheinen.

Doch die Oberliga ist gnadenlos, der Verband sorgt zudem für ein ziemliches Chaos. Denn nachdem der momentane Erste Johannis Nürnberg 2 als zweite Mannschaft nicht aufstiegsberechtigt ist in die Bundesliga, müsste der am Ende Zweiter aufsteigen – und würde bei einem Verzicht vier Ligen nach unten versetzt. Nur: Niemand will aufsteigen und das finanzielle Wagnis „1. Bundesliga“ eingehen.

Und so kam es auch am Samstag wieder zu einer kuriosen Heimniederlage der Lichtenfelser, laut Thomas Rösner „definitiv die beste Mannschaft der Liga“. gegen Freising, das nun plötzlich Zweiter ist, das aber – man mag es zumindest befürchten – demnächst vielleicht mal lieber gegen Au und Burgebrach verliert, um nicht in den Gewissenskonflikt zu kommen.

Man mag es sich gar nicht ausmalen was wäre, wenn die Schonunger diese Saison immer in Bestbesetzung hätten antreten können, also vor allem mit den aktuell verletzt fehlenden Leistungsträgern Rudi Schwanke oder Tobias Hofmann. „Ein Mittelfeldplatz wäre allemal drin“, denkt Rösner. Und dann bei Vollgas vielleicht sogar Rang zwei, derzeit nach elf von 16 Kämpfen gerade mal vier Punkte entfernt. Für Hof nach Minuszählern sogar gerade mal deren zwei.

Bei den Oberfranken ist man zurecht stolz darauf, mit lauter Einheimischen eine so gute Rolle in der Oberliga zu spielen. Trotz des 11:22 am Samstagabend in Schonungen. Man möchte sich wünschen, dass beide Mannschaften nächste Saison wieder zwei Mal aufeinandertreffen. Und zwar genau in dieser Oberliga, die für den RSV am 18. November zum Highlight ruft: Im Derby gegen Burgebrach wird es in der neuen Ringerhalle sicherlich kuschelig eng…

Ringen, Oberliga Bayern: RSV Schonungen – ASV Hof: 22:11 (13:4)
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau, Gamsat Klein, Machs Gelaschanov, Max Wendel (je 4), Tobias Doile, Julian Full (je 1); ohne Punkte: Andreas Hümpfer, Markus Schäfer, Florian Doile.

Die restlichen fünf Saisonkämpfe der Schonunger Ringer:
ASV Au/Hallertau – RSV Schonungen 11.11.2017
RSV Schonungen – TSV Burgebrach 18.11.2017
Johannis Nürnberg II – RSV Schonungen 25.11.2017
RSV Schonungen – ASC Bindlach 02.12.2017
SV Untergriesbach – RSV Schonungen 09.12.2017

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Niederlagen in Lichtenfels und Freising: Schonunger Ringer sind Letzter der Oberliga und nun reservelos. Nun gilt´s gegen Hof am Samstag!

Das 4:22 am Samstagabend beim Ex-Bundesligisten AC Lichtenfels war ja zu erwarten. Am Dienstag aber kassierten die Oberliga-Ringer des RSV Schonungen eine Niederlage, die sie an sich vermeiden wollten.

Beim 12:20 in Freising gewann nur Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau und Gamsat Klein in den unteren drei Gewichtsklassen ihre Kämpfe deutlich. Dafür verloren mit Machs Gelaschanov, Julian Full, Andreas Hümpfer, Max Wendel, Markus Schäfer, Florian und Tobias Doile alle anderen sieben Kämpfer bei den Oberbayern.

Die Folge: Nach etwas mehr als Saisonhalbzeit belegen die Unterfranken nun mit 6:14 Punkten den letzten Platz. Zwar noch zählergleich mit den Teams am rettenden Ufer. Doch nun muss am kommenden Samstag, den 4. November, in der neuen Halle oben am Berg unbedingt ein Sieg her im drittletzten Heimkampf gegen den ASV Hof. Sonst wird das wohl nichts mit dem Klassenerhalt. Die Schonunger können einen jeden anfeuernden Zuschauer gebrauchen.

Bitter: Die Burgebracher zogen am RSV vorbei, weil sie mit 36:0 gegen Aufstiegsanwärter ASC Bindlach gewannen. Das Team aus dem Bayreuther Umland siegte zwar eigentlich mit 17:13, trat aber nur mit sieben Ringern an, die das erforderliche Körpergewicht aufwiesen. In der Oberliga wird schon wieder alles getan, damit niemand in die Bundesliga aufsteigen muss. So ist das natürlich eine Farce! Nun führt Johannis Nürnberg 2 mit Abstand die Tabelle an – eine nicht aufstiegsberechtigte Mannschaft.

Zum Start in die Rückrunde der Gruppenoberliga Nord gibt es indes ein Team weniger. Der RSV Schonungen zog am 26. Oktober beim BRV offiziell sein Team zurück. Alle Begegnungen sind somit gestrichen. Die Runde geht nunmehr mit sieben Mannschaften weiter.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Dramatik bis zum Ende: Wie die Schonunger Ringer den Ex-Erstligisten aus Untergriesbach besiegen konnten

Ja, eine Ringermannschaft kann sechs von zehn Kämpfer verlieren – und trotzdem ein Duell im Gesamten für sich entscheiden. Der RSV Schonungen machte das am Freitagabend zu ungewohnter Zeit gegen den Ex-Erstligisten SV Untergriesbach vor und fuhr beim 16:15-Sieg zwei ganz wichtige Punkte ein. Und das nicht nur aufgrund der jeweils deutlichen Erfolge von Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau, Gamsat Klein, Machs Gelaschanov.

Die offiziell 200 Zuschauer sahen ein Aufeinandertreffen mit den Niederbayern ab 20.30 Uhr, das eigentlich anfangs wie immer ablief. In den unteren Gewichtsklassen dominierten die Hausherren, sie führten zur Pause aber auch deshalb klar mit 12:3, weil die „Schwergewichte“ Markus Schäfer und Florian Doile gegen Christoph Bauer und Erhan Celik nur jeweils knapp nach Punkten verloren. Das war letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

Denn in Hälfte zwei gab der von Asthma-Anfällen geschwächte Felix Full gegen Jakob Rotteneider genauso „nur“ drei Punkte ab wie Rudi Schwanke gegen Witalis Lazovski. Andreas Hümpfer hatte gegen Nikolay Kurtev erwartet keine Chance. Und deshalb wurde es nun höchst dramatisch: 13:12 führten jetzt nämlich plötzlich die Gäste – und das zwei Kämpfe vor dem Ende.

Der Vorteil für Schonungen: Die kleine, enge Halle kann zum Hexenkessel werden. Und das wurde sie, als Machs Gelaschanov in allerletzter Minute gegen den Untergriesbacher mit dem furchteinflößenden Namen Mustafa Quambarzuda mit einer Aktion auf 20:5 im Rahmen seines Kampfes erhöhte. Das brachte den technisch überlegenen Punktsieg und eine Vierer-Wertung. 16:13 für den RSV!

Klar war nun: Würde Julian Full gegen den weitaus erfahreneren Benedict Pauli auf Schultern oder klar verlieren, hätte Untergriesbach triumphiert. Bei einer Dreier-Wertung, wie sie zuvor Rudi Schwanke und Felix Full gegen sich hinnehmen mussten, wäre die Begegnung mit einem Remis geendet. Doch Full verlor noch knapper mit 0:2, rettete seinem Team so den dritten Saisonsieg nach denen gegen Au/Hallertau und in Burgebrach.

„Das war natürlich ein glücklicher Sieg. Aber Markus Schäfer und Florian Doile waren bärenstark. Und Julian Full hatte an sich fast keine Chance gegen Pauli. Das ist ein Spitzenmann. Dass er nur zwei Punkte abgibt, das hätte ich nicht gedacht“, so Trainer Thomas Rösner. Freilich lag es auch am unfassbar motivierten Machs Gelaschanov und dessen Griff in letzter Sekunde. Ohne den ständigen Antrieb auch seitens des Publikums wäre die finale Aktion vielleicht nicht möglich gewesen. Bei dem einen oder anderen guten Rothbier durfte danach gefeiert werden.

Nun verabschieden sich die Schonunger Ringer vorerst vor ihrem eigenen Publikum, sind kommendes Wochenende generell kampffrei, starten dann in Lichtenfels und in Freising in die Rückrunde, in der am 04. November der nächste so wichtige Heimkampf gegen den ASV Hof ansteht. Burgebrach (18.11.) und Bindlach (02.12.) kommen dann noch zu weiteren Frankenderbys in die neue Paul Karl Mai-Halle (die diesen Samstag offiziell eingeweiht wird, auch daher die Verlegung auf Freitag) oberhalb des Naturfreundehauses.

In der Tabelle der Oberliga, der zweithöchsten Ringer-Liga Deutschlands, haben die Schonunger vorerst auch die Untergriesbacher überholt. Doch 6:10 Punkte zur Halbzeit und vier Zähler Vorsprung momentan auf Burgebrach und Au sind trügerisch, nachdem sich schon wieder andeutet, dass niemand Meister werden will, was mit der Aufstiegspflicht in die 1. Bundesliga verbunden wäre.

Lichtenfels kassierte sensationell zuletzt eine Niederlage gegen Schlusslicht Au, trat dort aber auch ohne starke Ausländer an. „Die Saison ist noch lang. Aber wenn wir komplett sind, dann können wir es schaffen“, weiß Thomas Rösner. Platz sieben in der neun Teams führenden Liga würden den Klassenerhalt bedeuten. Momentan ist der RSV Sechster. Vor allem auf die beiden Heimkämpfe gegen Hof und Burgebrach wird es vor dann sicherlich proppenvollen Rängen ankommen. Die Ringerfans und solche, die es vielleicht noch werden wollen, sollten sich diese beiden Termine schon mal vormerken.

Ringen, Oberliga Bayern: RSV Schonungen – SV Untergriesbach: 16:15
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau, Gamsat Klein, Machs Gelaschanov (je 4); ohne Punkte: Felix Full, Markus Schäfer, Julian Full, Florian Doile, Rudi Schwanke, Andreas Hümpfer.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Zwei Niederlagen nach dem Derbysieg: Die Schonunger Ringer stecken wie erwartet weiter im Keller

BINDLACH / SCHONUNGEN – Nicht gerade überraschend unterlagen die Schonunger Oberliga-Ringer die letzten Tage gleich zwei Mal nach dem Derbysieg vergangenen Samstag in Burgebrach. Beim 8:25 in Bindlach bei Bayreuth waren sie diesen Samstag erwartet chancenlos.

Schon am Dienstag, dem Einigkeits-Feiertag, unterlagen die Schonunger zuhause vor rund 200 Fans der Reserve von Johannis Nürnberg deutlich mit 10:21.

Am kommenden Freitagabend steht an einem ungewohnten Tag der nächste Schonunger Heimkampf gegen den Ex-Bundesligisten SV Untergriesbach an. Die Reserve erwartet am Tag danach den ASC Röthenbach.

Bitter, dass diesen Samstag Schlusslicht Au/Hallertau den Meisterschaftsanwärter aus Lichtenfels deutlich schlug und genauso wie Burgebrach den Schonungern im Nacken sitzt.

Ringen, Oberliga Bayern:

RSV Schonungen – Johannis Nürnberg II: 10:21
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau (je 4) und Felix Full (2); ohne Punkte: Machs Gelaschanov, Julian Full, Max Wendel, Florian Doile, Tobias Doile und Danil Kvasnin.

ASC Bindlach – RSV Schonungen: 25:8
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau (je 4); ohne Punkte:
Machs Gelaschanov, Rudi Schwanke, Tobias Doile, Andreas Hümpfer, Julian Full, Markus Schäfer und Felix Full.

Die Reserve verlor vergangenen Dienstag gegen die KG Südthüringen mit 21:30. Es punkteten Alexandru-Vasile Mandica, Dimitri Andronov (je 8), Christian Gerhardt (4) und Jens Müller. Ohne Punkte blieben Simon Müller und Michael Justus.

Am Samstag verlor die Reserve beim RCA Bayreuth mit 16:31 und bleibt mit 0:12 Punkten Letzter. Es punkteten Jan Werner (8), Michael Justus und Max Wendel (je 4); ohne Punkte blieben Jens Müller und Simon Müller.

Quelle: In in um SW/ Michael Horling

Dramatik in Burgebrach: Die Schonunger Ringer gewinnen das große Derby

BURGEBRACH / SCHONUNGEN – Was war das doch für ein dramatischer Kampf: Ausgerechnet zur „Kerwa“ in Burgebrach bezwangen die Schonunger Ringer mal wieder auswärts ihren Derbyrivalen. Mit 16:15 denkbar knapp. Die mitgereisten Fans unter den rund 200 Zuschauern waren begeistert.

„Wir haben komplett umgestellt und viel riskiert“, weiß Trainer Marco Greifelt. „Aber wir standen mit dem Rücken zur Wand und mussten punkten.“ So kehrte Danil Kvasnin mal wieder auf die Matte zurück und bezwang Pascal Marechal auf Schultern, holte so im drittletzten Kampf des Abends nach einem 10:13-Rückstand die Führung der Gäöste zurück. Noch letzte Saison verlor Andi Hümpfer gegen diesen Burgebracher, diesmal war er gegen Trainer Michael Giehl auf der Matte, sollte an sich über die Zeit kommen und ein 0:4 vermeiden. 28 Sekunden fehlten, dann wäre auch dieser Plan aufgegangen.

Sicherlich wichtig war der 2:0-Sieg von Andrei-Vasile Dudau über Landsmann Dragos Florin Cimpanu. Machs Gelaschanov und Gamsat Klein wechselten die Gewichtsklassen, was sich mit Gelaschanovs Schultersieg gegen Christopher Rippl auszahlte.

Der konditionell starke Markus Schäfer gab nur eine Zweier-Punktwertung gegen Felix Pflauger ab, kassierte aber vier Strafpunkte – was die Gäste nicht das einzige Mal an diesem Abend gegen die an sich charmante Kampfrichterin Katharina Grasruck aufbrachte.

Nachdem Dimitri Andronov im vorletzten Kampf mit dem 2:0-Punktsieg gegen Josef Giehl auf 16:13 für die Gäste erhöhte, war klar, dass Rudi Schwanke im letzten Aufeinandertreffen gegen Dominik winkler nur eine große Wertung gegen sich vermeiden musste. 3:9 verlor er den Kampf – viel mehr hätte er nicht zulassen dürfen, sonst wäre Burgebrach fast noch zum Ausgleich gekommen.

Vier Punkte haben die Schonunger nach fünf von 16 Kämpfen dieser Saison auf dem Konto. „Für den Klassenerhalt langt das natürlich noch nicht. Mindestens acht insgesamt werden wir auf alle Fälle brauchen“, sagt Greifelt. „Aber der Sieg heute nimmt uns erstmal ein bisschen den Druck.“ Chefcoach Thomas Rösner machte sich spätabends noch bei strömendem auf den Weg zur Hochzeit des Ex-Ringers Max Wörtge nach Darmstadt.

Bis Dienstag wird er wieder im Landes sein. Denn da steht am Feiertagsabend unter der Woche um 19.30 Uhr in der neuen Halle der vierte Heimkampf an: Gegen die Reserve von Bundesligist Johannis Nürnberg, einem schwer einschätzbaren Gegner. „Die haben Qualität im Riesenkader durch viele Rückkehrer aus anderen Bundesliga-Vereinen“, weiß Marco Greifelt, der viele Jahre in Nürnberg verbrachte. Die Chance auf einem Erfolg dürfte aber vor eigenem Publikum größer sein als vier Tage später beim nächsten Auswärtskampf in Bindlach bei Bayreuth. Mit 27:7 fegte der ASC am Samstag Ex-Bundesligist Untergriesbach von der Matte.

Ringen, Oberliga Bayern: TSV Burgebrach – RSV Schonungen: 15:16 (7:10)
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Machs Gelaschanov, Danil Kvasnin (je 4), Andrei-Vasile Dudau und Dimitri Andonov (je 2); ohne Punkte: Gamsat Klein, Rudi Schwanke, Markus Schäfer, Tobias Doile und Andreas Hümpfer.

Die Reserve verlor im Vorkampf mit 21:22 denkbar knapp. Es punkteten Jan Werner (8), Simon Müller (4), Jens Müller (4), Max Wendel (4) und Michael Justus (1). Die Reserve bestreitet kommenden Dienstag den Vorkampf gegen die KG Südthüringen.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

19:13 gegen Au: Hurra, die Schonunger Ringer haben den ersten Saisonsieg geschafft!

SCHONUNGEN – Na also, es geht doch: Mit 19:13 gewannen die Schonunger Ringer gegen den ASV Au/Hallertau ihren ersten Kampf dieser Saison und erstmals in der neuen Halle und gaben damit die Rote Laterne an die Gäste weiter. Nach vier von 16 Kampftagen ist das ein erster Lichtblick.

250 Fans sahen wie immer furios startende Hausherren, die nach drei Kämpfen mit 11:0 führten. Diesmal aber brannte – anders als gegen Freising zuletzt – gegen Ende nichts mehr an. Altmeister Dimitri Andronov (auf dem Bild links) machte mit seinem 4:0 gegen Robert Gogava alles klar. Danach konnte sich der erstmals diese Saison ringende Rudi Schwanke eine Niederlage gegen Vladislavs Jakubovics leisten.

„Der Sieg war eine Spitzen-Mannschaftsleistung, sowohl von Seite der Gewinner als auch der Verlierer des Kampfabends. Die Gewinner konnten immer bestmöglich den nächst höheren Mannschaftspunkt erreichen und die Verlierer dies für den Gegner verhindern“, lobte RSV-Trainer Marco Greifelt. Und weiter: „Wir hatten viele Kleinigkeiten, die wir in den letzten Kämpfen nicht optimal gemacht hatten, diesmal optimal umsetzen können. Alle Kämpfer waren an diesem Abend sehr gut. Herauszuheben waren Gamsat Klein, der einen 0:6-Rückstand in einen 9:6 Punktsieg umdrehte und Dimitri Andronov, der ebenfalls nach einem 0:6-Rückstand noch technisch überlegen mit 21:6 gewann. Dieser erste Sieg bringt uns dem Ziel, die Klasse zu halten, ein großes Stück näher. Unsere Form des letzten Kampftages wollen wir jetzt unbedingt nächste Woche beim großen Derby in Burgebrach bestätigen, wo es um weitere wichtige Punkte geht.“

Mit einer ungewohnten Englischen Woche setzt sich die Oberliga-Saison fort: Die Schonunger Ringer bestreiten kommenden Samstag das für den Klassenerhalt enorm wichtige Auswärtsderby beim TSV Burgebrach, ehe schon am Dienstagabend, den 03.Oktober, der Heimkampf gegen Johannis Nürnberg ansteht und nur vier Tage später das nächste Auswärtsderby in Bindlach bei Bayreuth.

Ringen, Oberliga Bayern: RSV Schonungen – ASV Au/Hallertau: 19:13 (13:4)

Es punkteten für Schonungen: Andrei-Vasile Dudau, Alexandru-Vasile Mandica, Dimitri Andronov (je 4), Tobias Doile (3), Machs Gelaschanov, Gabrial-Gamsat Klein (je 2).
Ohne Punkte: Rudi Schwanke, Andreas Hümpfer, Felix Full und Florian Doile.

Die Reserve verlor im Vorkampf mit 24:28 gegen den SC Oberölsbach II und konnte zumindest sechs Mann aufbieten, darunter die Oldies Markus Schäfer und Christian Gerhardt. Die Reserve bestreitet kommenden Samstag in Burgebrach den Vorkampf.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Niederlage auch in Hof: Schonunger Ringer gewinnen aber fünf der zehn Kämpfe

HOF / SCHONUNGEN – Mit 11:16 verloren die Schonunger Ringer auch den dritten Kampf in der Oberliga-Saison. In Hof konnten sie zwar fünf der zehn Aufeinandertreffen für sich entscheiden. Maßgeblich aber waren die höheren Einzelwertungen für die Oberfranken.

Max Wendel und Florian Doile verloren beispielweise auf Schultern, Dimitri Andronov war technisch unterlegen und kassierte genauso ein 0:4. Ein ganz klarer Erfolg gelang bei den Gästen vor 150 Zuschauern nur Andrei-Vasile Dudau. Der ordentliche Gesamtauftritt der Schonunger wurde also nicht belohnt.
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DB

Nun steht am kommenden Samstag das Kellerduell gegen den ebenfalls noch punktlosen ASV Au/Hallertau an. Jetzt kommt es auch auf die Schonunger Fans an bei Heimkampf frei. Ob die Reserve zuvor in der Gruppenoberliga gegen den SC Oberölsbach II noch antritt, ist fraglich. Die Zweite jedenfalls brachte in Hof keine Mannschaft zusammen, dieser Kampf wurde mit 40:0 für die Oberfranken gewertet.

Ringen, Oberliga Bayern: ASV Hof – RSV Schonungen: 16:11
Es punkteten für Schonungen: Andrei-Vasile Dudau (4), Gamsat Klein (3). Machs Gelaschanov (2), Julian Full, Tobias Doile; ohne Punkte: Alexandru-Vasile Mandica, Dimitri Andronov, Max Wendel, Felix Full, Florian Doile.

Quelle:In und um SW/ Michael Horling

Bauchscheiben zur Pause und dann drehte sich der Kampf: Warum die Schonunger Ringer auch gegen Freising verloren

Halbzeitführungen sagen nichts aus. Auch wenn sie noch so klar sind. Nach fünf der zehn Kämpfe lagen am Samstagabend die Schonunger Ringer in Saison- und Heimkampf zwei in der neuen Halle zwar mit 14:2 gegen die Sportvereinigung aus Freising vorne. Doch die Trainer Thomas Rösner und Marco Greifelt befürchteten da schon, dass der Kampftag noch ein unschönes Ende nehmen würde…

„Ich hab´s geahnt…“, sagte Rösner nach der letztlichen 16:18-Niederlage gegen die Oberbayern, die halt erst in der zweiten Hälfte ihre Ausländer Ion Gaimer und Zoltan Keri auf die Matte schickten, während Alexandru-Vasile Mandica und Andrei-Vasile Dudau, die rumänischen Leichtgewichte der Hausherren, vor der Pause schon über die Matte fegten und mit Gamsat-Gabriel Klein und Tobias Doile besagtes 14:2 herausholten unter der Leitung der charmenten Mattenrichterin Katharina Grasruck aus Neumarkt in der Oberpfalz.

„Doch dann haben wir zu viele Vierer abgegeben“, weiß Rösner. Felix Full, Julian Full, Andreas Hümpfer und Machs Gelaschanov verloren ihre Kämpfe jeweils mit 0:4, waren vor den offiziell 150 Fans völlig chancenlos. Vor allem Gelaschanov hätte gegen Marcel Berger an sich besser aussehen sollen. „An ihm lief der Kampf völlig vorbei“, analysierte der Trainer. Danach hätte Max Wendel schon deutlich gewinnen müssen für ein Remis im Gesamten. Zumindest siegte er mit 6:1 gegen Christopher-Franz Mayer, was halt „nur“ zwei Punkte ergab statt der benötigten vier. Und so erklärt sich ein 16:18 am Ende.

Dass (neben dem pausierenden Florian Hümpfer) mit Rudi Schwanke und dem wohl verletzt bis Saisonende ausfallenden Tobias Hofmann zwei weitere Leistungsträger fehlten, wollte Rösner nicht als Grund für die Niederlage gelten lassen. „Tobias hätte gegen Zoltan Keri auch einen Vierer abgegeben und Rudi wäre gegen den früheren Weltklasse-Mann Ion Gaimer wohl auch unterlegen gewesen. Vielleicht nicht mit einer Vierer-Wertung…“ Kleinigkeiten also sind es, die es ausmachen können in dieser Oberliga-Saison. Aber hätte, wäre, wenn…., das hilft den Schonunger Ringern eben nicht. gut zumindest an diesem Abend: Ein Team um ex-Ringer Mike Gärtner grillte im Außenbereich gute Bratwürste, Steaks und Bauchscheiben für erweiterte kulinarische Genüsse. Beim nächstem Kampf soll´s nun auch Federweißer geben.

Mit Burgebrach und Au/Hallertau stehen die Schonunger zusammen mit 0:4 Punkten am Ende der Tabelle. Lichtenfels verlor überraschend zuhause gegen Johannis Nürnberg II. Die Hofer greifen erst kommenden Sonntag ins Geschehen ein, dann gegen die Schonunger, die anschließend Au erwarten und dann nach Burgebrach müssen. Nun wird es also Zeit, die ersten Punkte einzufahren für den angestrebten Klassenerhalt.

Bitter: Der Vorkampf der Reserve endete mit einem haushohen Sieg der Gäste aus Rehau, dem Landesliga-Absteiger. Vier Gewichtsklassen mussten die Schonunger da unbesetzt lassen, obwohl sie schon Christian Gerhardt und Jan Werner reaktivierten und Dimitri Andronov aushalf und als einziger Athlet einen Doppelsieg schaffte. Mit Konstantin Mandica verabschiedete sich der als Neuzugang erhoffte Bruder von Alexandru-Vasile Mandica kurzfristig wieder nach Rumänien. Erst durch ihn entschieden sich die Schonunger überhaupt dazu, eine zweite Mannschaft an den Start zu bringen.

Nun soll am Montag eine Entscheidung fallen, ob man das Team vor den restlichen 13 Kämpfen der Runde, der nächste würde am Sonntag bei Hof II stattfinden, eventuell zurückzieht. Nachdem die früher dort ringenden Talente wie die Full- oder die Doile-Brüder nun in der ersten Mannschaft gebraucht werden…

Ringen, Oberliga Bayern: RSV Schonungen – Spvgg Freising: 16:18 (14:2)
Es punkteten für Schonungen: Alexandru-Vasile Mandica, Andrei-Vasile Dudau, Gamsat Klein (je 4), Max Wendel, Tobias Doile (je 2) – ohne Punkte: Julian Full, Felix Full, Machs Gelaschanov, Markus Schäfer, Andreas Hümpfer.

Gruppenoberliga Nord: RSV Schonungen II – RSC Rehau: 14:38
Schonunger Punkte holten: Dimitri Andronov (8), Jens Müller (4), Danil Kvasnin (2).

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Beim Debüt in der neuen Halle war Lichtenfels zu stark für die Schonunger Ringer

Ob´s an den rund 50 beinharten Anhängern aus Lichtenfels lag? Wohl auch, denn die machten mächtig Stimmung in der engen Bude. Auch die neue Lautsprecheranlage gibt ein bisschen mehr Gas als die frühere. Insgesamt war´s in Sachen Atmosphäre schon ein Knaller, das Dübüt der Schonunger Ringer in ihrer neuen, noch gar nicht mal richtig eingeweihten Paul-Karl Mai-Halle.

Blöde nur, wenn zum Start der zweithöchsten bundesdeutschen Ringer-Liga gleich mal der AC Lichtenfels zu Gast ist. Eine Mannschaft, die kürzlich noch in der 1. Bundesliga eine gute Rolle spielte und der man nach dieser Saison auch eine Rückkehr zutrauen darf. „Die sind einfach besser, die sind zu stark für uns“, weiß mit Thomas Rösner („mit so einem Ergebnis habe ich gerechnet“) die eine Hälfte des Schonunger Trainerduos. Um von den neun Teams nicht einen der beiden letzten Plätze zu belegen, um also den Abstieg aus der Oberliga zu verhindern, muss die RSV-Crew gegen andere Mannschaften siegen.

Los ging´s gut am Samstagabend mit Erfolgen von Alexandru-Vasile Mandica und Andrei-Vasile Dudau, wobei Letzterer nicht kämpfen musste, die Oberfranken hatten für seine Gewichtsklasse keinen Gegner dabei. 8:7 hieß es zur Pause noch für die Schonunger, wobei Gamsat Klein seine 0:1-Niederlage gegen Christian Lurz durchaus hätte vermeiden können. Im Gesamten aber hatten die Hausherren keine echte Siegchance. Felix Full musste gegen den amtierenden Weltmeister (!) Hannes Wagner ran, Julian Full sah sich mit Rumen Savchev genauso einem bärenstarken Ausländer gegenüber wie Tobias Doile mit dem 130 Kilo-Polen-Büffel Lukasz Banak. Auch Bruder Florian Doile verlor, mit Max Wendel unterlag am Ende ein weiteres Eigengewächs.

„Lichtenfels hat ja noch zwei Bulgaren“. weiß Rösner um diesmal Fehlende der Gäste. „Und wir haben unsere eigenen Leute – und die ringen jetzt auch!“ Richtig so, auch wenn hier wie da auf dieser Qualitätsebene eben doch noch ein bisschen was fehlt. Aber es ging ja auch gegen ein Schwergewicht der Liga. Au aus der Hallertau, Hof, Burgebrach oder die Freisinger, die schon am kommenden Samstag zum zweiten Heimkampf der Schonunger anreisen, sind eher deren Kragenweite. Und gegen die entscheidet sich dann in den direkten Duellen der angestrebte, mindestzuerreichende siebte Platz.

Womöglich auch erst in der bis Mitte Dezember andauerenden Rückrunde, wenn die Schonunger auf einen verstärkten Kader hoffen. Rudi Schwanke, der wie Florian Hümpfer als einstiger Dauer-Leistungsträger die Familie in den Vordergrund stellt, könnte dann wieder an Bord sein. Womöglich auch Tobias Hofmann, der sich sechs Tage vor dem Ligenstart (nicht beim Ringen) scheinbar schwer am Knie verletzte. Bänder? Meniskus? Das klärt sich diese Tage! Vielleicht ist die Saison für einen weiteren Leistungsträger auch schon wieder beendet, bevor sie anfing. Dazu passte am Samstag, dass mit Andi Hümpfer ein weiterer Teil eines Bruderpaares sein Gewicht nicht schaffte und ersetzt werden musste.

Es kam deshalb zu einem Comeback: Dimitri Andronov, noch so ein Held früherer Zeiten, ging mit einem Alter von nun über 40 erstmals seit Jahren wieder für die erste Mannschaft auf die Matte und legte Philipp Schütz gleich mal auf die Schultern. „Dimi hat wieder richtig mit dem Training angefangen. Er ist fast immer da, charakterlich ein Spitzenmann. An ihm können sich einige der Jüngeren eine Scheibe abschneiden“, lobt Thomas Rösner den langjährigen Weggefährten, der sicherlich noch seinen Beitrag leisten kann im Kampf um den Ligaerhalt.

Mit der neuen Halle „ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich hab´ das noch gar nicht richtig verarbeitet“, schwärmt der Trainer von der lang ersehnten RSV-Heimat, die am nächsten Samstag ihren Testlauf Nummer zwei erlebt, wenn von den Gästen kaum oder nur wenige Anhänger dabei sind. „Freising ist mit uns auf Augenhöhe, da haben wir eine realistische Chance. Aber ohne Tobias Hofmann und Rudi Schwanke wird´s natürlich schwer“, weiß Rösner. Nachdem die Halle an diesem Samstag mit 300 Fans restlos ausverkauft war, bleibt kommenden Samstag abzüglich der Lichtenfelser Anhänger ein bisschen Platz für weitere Neugierige. Man kann nur allen Sportfans der Region raten, mal auf den Schonunger Berg zu fahren und dabei zu sein bei diesem Mattenspektakel. Dazu ein Hausmacherbrot, ein Bier oder bald wieder Federweißer – so ein Samstagabend kann richtig genussvoll werden!

Gutes Stichwort: Beinahe wären die Anhänger schon zum Auftakt in einen weiteren Genuss gekommen. Angedacht war an sich, dass Thomas Rösner und Dieter Merz, noch so ein Schonunger Ringer-Urgestein, den allerersten (Show-)Kampf in der neuen Halle gegeneinander bestreiten. Rösner aber verzichtete. Doch wer weiß: Sollte am 16. Dezember nach dem letzten RSV-Heimduell mit Bindlach der Klassenerhalt in der Oberliga feststehen – vielleicht kommt es dann ja doch noch zu diesem ganz besonderen Aufeinandertreffen unter weit weniger Anspannung als diesmal vor dem Auftakt in die neue Saison und eine neue Schonunger Ringer-Epoche.

Quelle: In und um SW/ Michael Horling

Zwei Siege, 47 Punkte: Tolles Saisonfinale für die Schonunger Ringer

SCHONUNGEN – Tolles Saisonfinale für die Schonunger Ringer: Die erste Mannschaft ist nach dem 15:13 gegen Hof mit 14:14 Punkten Vierter der Oberliga. Und die Zweite bezwang Hof II mit 32:17 und beendete die Runde in der Gruppenoberliga mit 12:16 Zählern auf Rang fünf – und das nach langen Wochen als Achter und Letzter.

Es hatte was von Abschiednehmen: Nicht nur von der Saison nach je 14 Kämpfen, sondern auch von der Real- und einstigen Hauptschul-Turnhalle, in der die Ringer seit Jahrzehnten ihr Fights austrugen. Man wird zwar sicher nochmal zurückkehren, beispielsweise zum Maintal-Turnier des Nachwuchses im Spätwinter. Doch ansonsten ziehen die Schonunger in ihre eigene, bald fertig gestellte Halle oberhalb des Naturfreundehauses und smit keine 200 Meter von der Schule entfernt ein. Dort werden zwar nicht mehr als 300 Zuschauer einen Platz finden. Doch sonderlich auf Euphorie legen es die RSV´ler ja ohnehin nicht an. Ihr Sport ist und bleibt wohl eine Randsportart. Maximal 250 Fans sahen den letzten Saisonkampf. Sollte sich ein Boom ankündigen, müsste der Verein halt doch wieder in die größere Halle ausweichen.

Aber das ist Zukunftsmusik und frühestens ab Ende August 2017 ein Thema. Die Reserve ringt dann in der fünfthöchsten Deutschen Liga, die erste Mannschaft gar in der zweithöchsten. Denn erste und zweite Bundesliga verschmelzen künftig zu wohl vier Staffeln mit angestrebten je acht Mannschaften. Darunter kommt die Oberliga. „Und in der wollen wir auch nächste Saison wieder einen Mittelplatz belegen“, sagt Trainer Thomas Rösner schon jetzt.

Nach vorne dürfte – Stand heute – nicht viel mehr gehen, weil Meister Bindlach wohl auf den Aufstieg verzichten wird und mit Absteiger Untergriesbach (das Zweitliga-Abenteuer endete mit derzeit 0:34 Punkten desaströs) und Bayernliga-Meister und Ex-Bundesligist Lichtenfels zwei bärenstarke Mannschaften dazu kommen. Die Oberliga Bayern dürfte ausnahmsweise mit neun Mannschaften an den Start gehen. Nur Mietraching steigt ab, gegen Lichtenfels gibt´s außer gegen Hof, Bindlach, Johannis Nürnberg und Burgebrach ein weiteres Frankenderby für den RSV. Hört sich gut an.

„Die Vorrunde war scheiße“, sagt Rösner auch ganz deutlich. Obwohl am Ende fast noch Rang drei und damit das angestrebte Ziel heraus kam, stellte die abgelaufene Saison den RSV nicht ganz zufrieden. „Vom Potenzial her haben wir eigentlich die zweitbeste Mannschaft in der Liga“, glaubt Thomas Rösner. „Von uns aus hätte die Saison nun ruhig weiter gehen können…“

Ringer wie Florian Hümpfer (drei Schultersiege zuletzt nach zehn Niederlagen) oder Tobias Hofmann kamen richtig in Fahrt. Leistungsträger wie die beiden rumänischen Mattenflöhe Andrei-Vasile Dudau und Alexandru-Vasile Mandica gewannen zusammen mit Gamsat-Gabriel Klein (der diesen Samstag überraschend verlor) die meisten Kämpfe. Machs Gelaschanov meldete sich mit acht Siegen eindrucksvoll zurück. Rudi Schwanke (sechs Siege, acht Niederlagen) erwischte eine eher mäßige Runde. Andreas Hümpfer verlor bei allen zen Einsätzen. Dafür mischten mit Marco Greifelt und Markus Schäfer (jeweils drei Siege) zwei Routiniers die Liga bei ihren Einsätzen auf, die eigentlich schon aufgehört hatten.

Fazit: Mit den Doile- und den Full-Brüdern sowie Max Wendel oder Danil Kvasnin stehen in der zweiten Mannschaft Kämpfer zur Verfügung, die von den beiden Trainers Rösner und Marco Greifelt jederzeit gebracht werden können. Wendel, Felix Full und Schwergewicht Oliver Gräb fuhren für die Zweite diese Saison Siege im zweistelligen Bereich ein. Dimitri Andronov oder Stefan Pfister zeigten dort, dass auf sie jederzeit Verlass sein kann. Denn Schonungern muss nicht bange sein vor der Zukunft. Das ständige Auf- und Abbauen vor und nach den Kämpfen fällt nach dem Umzug künftig weg. Und wer weiß: Vielleicht klappt es ja doch mit einem Ringer-Boom in der eigenen, engen Halle, die zu seinem Hexenkessel werden soll wie früher die Arena in der alten Grundschule.

Oberliga: Schonungen – Hof: 15:13
Für die erste Mannschaft punkteten: Florian Hümpfer, Andrei-Vasile Dudau (je 4), Machs Gelaschanov, Tobias Hofmann, Alexandru-Vasile Mandica (je 2), Marco Greifelt (1); ohne Punkte: Rudi Schwanke, Gamsat-Gabriel Klein, Andreas Hümpfer, Markus Schäfer.

Gruppenoberliga: Schonungen II – Hof II: 32:17
Für die zweite Mannschaft (von der alle Kämpfenden hier abgelichtet sind) punkteten:
Max Wendel (8), Felix Full (7), Danil Kvasnin, Jens Müller, Julian Full (je 4), Oliver Gräb (3), Dimitri Andronov (2)

 

Quelle: Michael Horling/ In und um SW